Wege aus dem Burnout mit moderner Psychologie

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Burnout Prävention oder Wege aus der Burn-Out Falle

Time-Out statt Burnout
Burnout Prävention spielt

Ging man ursprünglich davon aus, dass das Phänomen Burnout Syndrom auf soziale Berufe beschränkt sei, weiß man heute, dass das sogenannte „Ausgebrannt sein“ jeden treffen kann, unabhängig von Alter, Geschlecht und Beruf. „Jeder Zehnte ist Burnout gefährdet“, zitiert Frau Mag.a Tanja Wolf-Kremser, Klinische und Gesundheitspsychologin, die Statistiken. Der allgemeine Trend, dass psychische Belastungen und die dadurch bedingten Krankenstände im
Steigen begriffen sind, deckt sich auch mit den Erfahrungswerten der beiden Psychologinnen der Kurbad Tatzmannsdorf AG, Tanja Wolf-Kremsner und Constanze Buchegger.

URSACHENFORSCHUNG
Einer der Hauptgründe eines Bournout-Syndrom ist chronischer Stress im Berufsalltag, der durch Leistungs- und Zeitdruck, unklare oder wechselnde Aufgabenbeschreibung, mangelnde Rückmeldung bzw. Anerkennung, keinen oder wenig Einfluss, keine Entwicklungsmöglichkeiten, Unterforderung am Arbeitplatz und vieles mehr entstehen kann. Belastungen im privaten Bereich, ausgelöst und aufrechterhalten durch z.B. die Betreuung von alten oder kranken Angehörigen, Konflikte in der Familie, finanzielle Sorgen und Schicksalsschläge können ebenfalls zur Entstehung eines Burnout beitragen. Nicht außer Acht gelassen werden dürfen die „täglichen Widrigkeiten des Alltags“ (z.B. jeden Tag im Stau stehen). „Personen die zu Perfektionismus und Ehrgeiz neigen zählen zu den Risikogruppen“, beschreibt Mag.a Constanze Buchegger die persönliche Ebene. „Ebenso jene, die das sogenannte Helfersyndrom besitzen, also für alle und zu jeder Zeit ein offenes Ohr haben und sich mehr zumuten, als es ihre Kräfte erlauben.“ Menschen, die nicht Nein sagen können, denen es an Selbstbewusstsein mangelt, die keine Grenzen setzen können und Angst vor Konflikten haben, gehören ebenso zu den potentiellen Risikogruppen. Auch mangelndes Zeitmanagement und die fehlende Eigenschaft sich Entspannen und Erholen zu können, steigern die Gefahr in ein Burnout zu schlittern. Kommt es dann zu einer massiven Störung in der Balance zwischen Beanspruchung (sei es im beruflichen, privaten und/oder persönlichen Bereich) und Regeneration so besteht die Gefahr in das „Burnout“ zu kippen. Burnout ist keine körperliche, sondern eine psychosomatische Erkrankung deren Ursprung zumeist im Arbeitsumfeld zu suchen ist. Körper und Psyche stehen in unmittelbarem Zusammenhang, daher ist sowohl eine Definition als auch eine Abgrenzung des Burnout Syndroms sehr schwer durchzuführen.

Das Burnout-Syndrom

5 SYMPTOME eines Burn-Outs
„Emotionale Erschöpfung, Zynismus und reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit spiegeln die individuellen Symptome wider“, beschreibt Tanja Wolf-Kremser. Betroffene sind im Umgang mit Menschen sehr rasch emotional überfordert und ausgelaugt. Oft werden die einfachsten Aufgaben als sehr schwierig erlebt da Kreativität und Interesse verloren gehen. Ein Rückzug aus der Arbeit und Gleichgültigkeit bis hin zur Ablehnung sind die Folgen. Bald werden nicht nur die anderen negativ gesehen, sondern auch die eigene Person.
Persönliche Erwartungen und Fähigkeiten sind nicht mehr in Einklang zu bringen, was einen Zweifel an der eigenen Kompetenz zur Folge hat. Das Selbstwertgefühl sinkt und mündet im schlimmsten Fall in Depressionen.

Ernst zu nehmende Anzeichen eines Burn-Out:
• chronische Müdigkeit
• Energiemangel
• Unfähigkeit zur Entspannung anfälliges Immunsystem
• Engegefühl in der Brust
• Muskelverspannungen
• Schmerzen
• Beschwerden im Magen-Darm-Bereich
• Veränderungen im Lebensstil (Essgewohnheiten, steigender
Alkoholkonsum, übermäßiges Rauchen, Drogen,...)

Psychische und soziale Veränderungen:
• Gefühl, nie Zeit zu haben
• Verleugnung eigener Bedürfnisse
• sozialer Rückzug bis hin zur Depression
• geringe Konzentrationsfähigkeit
• geringe Entscheidungsfähigkeit
• Desorganisation
• Unfähigkeit, Prioritäten zu setzen
• aggressives Verhalten
(verbal und physisch)

BURNOUT IST HEILBAR, ERFORDERT ABER PROFESSIONELLE HILFE!
Die umfassende Abklärung (Anamnese) der Faktoren, die das Krankheitsbild verursacht  haben, steht immer am Anfang eines individuellen Therapieangebotes, wobei medikamentöse Behandlung unterstützend sein kann, aber nicht immer notwendig
ist. Letztendlich geht es vorrangig darum, den eigenen Lebensstil zu ändern.
Dabei ist eine professionelle Begleitung in Form einer Psychotherapie oder einer klinisch-psychologische Behandlung zu empfehlen.

BURNOUT -  SOWEIT MUSS ES NICHT KOMMEN!
Ein Schwerpunkt der psychologischen Arbeit im Zusammenhang mit Burnout liegt ganz klar in der Prävention: „Sich erst um seine Gesundheit zu kümmern, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, gleicht dem Verhalten, erst einen Brunnen zu graben, wenn man bereits
durstig ist“, zitiert die Psychologin Tanja Wolf-Kremser ein altes chinesisches Sprichwort. Was aber nicht bedeutet, dass die alleinige Verantwortung die Person selbst trägt. Auch Firmen sind gefordert sich dem Thema Burn-out anzunehmen und entsprechende förderliche Bedingungen zu schaffen.


Der erste Schritt: Analyse der vier genannten Bereiche
(beruflich, privat, persönlich, gesellschaftlich)
• Trennung von Arbeitszeit und Freizeit
• Vorsicht: Freizeit ist nicht gleich Freizeit!
• Trödeln lernen – Nichtstun ist erlaubt!
• Erlernen einer Entspannungstechnik
• Zeit für Spontanes
• Regelmäßige Bewegung

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Wenn die Burnout Falle droht, hilft eine Auszeit, in der man mit erfahrenen Therapeuten an einer neuen Lebensstrategie arbeitet.

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Burn-Out ist heilbar, erfordert aber professionelle Hilfe!